Was so ein Rechenmeister kann, das kann eben nicht jeder, ... Einer von ihnen ist unsterblich geworden:

Adam Riese.

Ihn rufen wir heute noch als Kronzeugen für die Richtigkeit einer Rechnung an:

„2 x 6 = 12 nach Adam Riese.“ 

Warum wurde nun gerade er so berühmt?


Nicht nur deswegen, weil er ein guter Rechner war, sondern vor allem, weil seine Rechenbücher wegen ihres geschickten Unterrichts und der „holdseligen“ Aufgaben weit verbreitet und immer wieder nachgeahmt wurden ...

Die überraschend große Zahl von Rechenbüchern, die vom Anfang des 16. Jahrhunderts an erscheinen ... sie erklärt uns aber auch, daß eigentlich erst jetzt die neue indische Zahlschrift in breitem Strom in Deutschland eindringt.

(Karl Menninger. Zahlwort und Ziffer. Eine Kulturgeschichte der Zahl. Vandenhoeck & Ruprecht Göttingen, Seiten 254 und 256. 1. Auflage 1934, zuletzt 1979)

 

Adam Ries schrieb drei Rechenbücher.


1. Rechenbuch
Der Rechenmeister stellte es 1518 fertig, gedruckt wurde es bei Matthes Maler in Erfurt.
Vier Auflagen des Buches gibt es.

 

2. Rechenbuch
Auch dieses Buch gab in der ersten Auflage von 1522 Matthes Maler heraus.
Über 100 Auflagen lassen sich heute noch nachweisen.

 

3. Rechenbuch (Practica)
Das dritte Rechenbuch druckte erstmals 1550 Jakob Bärwald in Leipzig.
Im März 2010 wurde ein Exemplar gefunden und der Adam-Ries-Fachhochschule Erfurt übergeben.
Damit sind 42 Exemplare vorhanden.